Der System Usability Scale ist eine "Quick and Dirty" Möglichkeit, die Usability eines Produkts zu messen. Er besteht aus 10 Aussagen, denen ein Tester gar nicht bis komplett auf einer 5-Punkte-Likert-Skala zustimmen kann.

Er wurde 1968 von John Brooke erschaffen, ist sehr einfach zu benutzen und kann tatsächlich schon bei kleinen Stichproben Unterschiede in der Benutzbarkeit feststellen.

Der Vorteil des System-Usability-Scale (oft einfach SUS genannt) ist die Unabhängigkeit von einer spezifischen Produktkategorie. Dadurch lassen sich damit sehr viele unterschiedliche Produkte, Dienstleistungen, Interfaces, Hardware, Software etc. vergleichen.

Da der SUS keine einfache (deutsche) Onlinepräsenz hat, habe ich ein kleines Tool geschrieben, welches jedem Nutzer auch ohne Erfahrung erlaubt, Studien mit dem SUS durchzuführen.

Dazu ist keinerlei Registrierung erforderlich, man gibt einfach ein Passwort an und kann sofort loslegen und den Link zur SUS-Umfrage unter seinen Testteilnehmern verteilen.
Die Auswertung der Daten übernimmt auch das Tool. Dabei ist der Vorteil, dass man den Zugriff auf alle statistischen Einzelwerte hat und nicht nur ein Endergebnis geliefert bekommt.

Bei der Benutzung des SUS sollte man aber auf jeden Fall auf folgende Punkte achten:

  • Die erzielten Werte zwischen 0 und 100 sind keine prozentualen Angaben, man darf also nicht annehmen, dass eine Software mit 40 Punkten halb so gute Usability besitzt, wie eine mit 80 Punkten
  • Die beste Art und Weise die Ergebnisse zu interpretieren ist es, die mitgelieferte Grafik zu verwenden und der Software die entsprechenden Adjektive zuzuordnen

 

Zum Tool geht es hier:

http://sus.interaktions-design.de

 

Quellen:

System Usability Scale (SUS) | Usability.gov